Mit Thomas C. Breuer ist die SPD am Freitag, 24. April, im Guckloch-Kino an den Donauhallen 5 unter dem Titel «Gesünder kränkeln – Wohlfühl-Atlas zum Stabilbleiben» zu Gast. «Wo soll man anfangen?», fragt der Kabarettist in seinem neuen Programm seit Herbst 2025. Hiking oder Biking? Rebirthing oder Rebalancing? Landleben oder Urban Farming? Gleitflieging oder Stubenhocking?
Angebote für die seelische und physische Gesundheit gibt es mehr, als einem lieb sein kann, ein flächendeckendes Wohlfühlbombardement im 24/7-Selbstoptimierungsstress zwischen Carpe-Diem-Terror und Bucketlist-Zwang. «Vieles verschwindet ebenso rasch wie Dubaischokolade» (…) Wieso geht das alles so schnell?
Manche Menschen fangen deswegen an zu kränkeln, die richtige Body-Positivity mag sich nicht einstellen. Sollte man sich denn mit all den Wohlfühltrends nicht auch endlich mal wohlfühlen?
Breuer bewegt sich in der Grauzone zwischen Humor und Coaching. Wie gelingt es, in einer immer unübersichtlicheren Welt stabil zu bleiben? Tatsächlich nur mit Humor und einem gewissen Sicherheitsabstand. Herbeiatmen lasse sich das seelische Gleichgewicht leider nicht.
Der Kabarettist, Jahrgang 1952, bereiste über vier Jahrzehnte zahlreiche Bühnen in Deutschland, der Schweiz und Nordamerika. Dabei kam er auf ungefähr dreieinhalbtausend Auftritte. Nebenher arbeitete er fürs Radio, u. a. SWF3 (Flohmarkt), SDR, SWR, Rias Berlin, HR (mit Henning Venske, Urban Priol und Bernd Gieseking), WDR (35 Jahre Unterhaltung am Wochenende, u.a. Hanns Dieter Hüsch, Harald Schmidt, Elke Heidenreich in der Anfangszeit) und noch immer fürs Schweizer Radio SRF1. Ensemblemitglied beim Heidelberger Zungenschlag von 1992 bis 2018.


Foto: tc//P.Kummer Foto: tc/P.Kronenberger
Den Salzburger Stier als bedeutendsten Radio-Kabarett-Preis im deutschsprachigen Raum erhielt er 2014. Nicht zu vergessen die Arbeit für Printmedien, da finden sich das legendäre Satire-Magazin Pardon, die Süddeutsche Zeitung, der Häuptling Eigener Herd, die taz, der Nebelspalter, Country Style und das Weinseller Journal (die letzten drei in der Schweiz), viele Tageszeitungen und Publikationen.
In «grauer Vorzeit», merkt er an, «erschien sogar eine sehr positive halbe Seite in der «Zeit» (wow). Seit 2003 lebt er in Rottweil, wenn er nicht mit der Deutschen Bahn oder den SBB unterwegs ist, seit 2019 vorwiegend als Verfasser und Vorleser eigener Texte und Gelegenheits-Privatier.
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