Donaueschingen (wm). Über die Stadtentwicklung informierte Oberbürgermeister Thorsten Frei in der Mitgliederversammlung des SPD- Ortsvereins. Er dankte der SPD-Fraktion für die konstruktive Mitarbeit im Gemeinderat, man habe in acht Jahren vieles zusammen gemacht und viele Aufgaben gemeinsam gelöst.
Drei große Projekte stellte er besonders heraus. Das älteste, die Sanierung des Bahnhofgebiets Süd, sei in der Abwicklung und man könne bald mit der Einweihung des Andreas-Willmann-Platzes rechnen. Das Sanierungsgebiet Donauhalle benötige bis zum Abschluss in der Friedrichstraße noch eine halbe Million Euro.
Er freue sich, dass es endlich gelungen sei für das größte Zukunftsprojekt rund um die Stadtkirche alle Beteiligten Stadt, Kirche und Fürstenhaus an einen Tisch zu bringen und man die Realisierung anpacken könne und insbesondere die Donauquelle wieder ihre gebührende Stellung als touristische Attraktion erhalte. Das Projekt soll bis 2014 abgeschlossen sein und man erhalte dann eine Aneinanderreihung von vier Plätzen, echte Aufenthaltsqualität an der Brigach, südliches Flair und eine ansprechende Visitenkarte der Stadt. Man konzentriere sich jedoch nicht nur auf die Innenstadt, sondern auch auf die Ortsteile.
Umweltpolitisch versuche man das Mögliche zu tun. Vor allem würden im Lauf von zwei Jahren die 3500 teilweise 50 Jahre alten Laternen durch neue energiesparende ersetzt und damit die Stromkosten von 2,5 Millionen Euro halbiert. Die energetische Sanierung von Gebäuden werde laufend fortgesetzt. Hinzu kämen viele kleine Maßnahmen mit großer ökologischer Wirkung.
Auch im kulturellen und sozialen Bereich könne man bedeutende Leistungen vorweisen und hohen Stellenwert hätte die Kinder- und Jugendförderung. Man habe die Möglichkeit geschaffen, 25 Prozent der unter Dreijährigen qualifiziert zu betreuen, weitere Plätze könnten bei Bedarf geschaffen werden.
In die Sanierung des Fürstenberg-Gymnasiums werde man 1,5 Millionen investieren. Für die Vereinsförderung gebe man 472 000 Euro aus, dabei sei die Förderung der Musikvereine um 40 Prozent erhöht worden. Alle großen Projekte seien durchgeführt worden, die Rücklage betrage zehn Millionen Euro.
In der Diskussion ging es hauptsächlich um die Sorgen in Wolterdingen, mit der Bildung einer zweiten Zufahrt über die Breg ins Industriegebiet würde die Ortsumfahrung endgültig beerdigt.
Frei erklärte dazu auch er halte am Wunsch nach der Umgehung fest, doch seien die bisherigen Schwierigkeiten in absehbarer Zeit nicht zu beseitigen. Immerhin biete die zweite Zufahrt bei Sanierung oder Neubau der Bregbrücke die Möglichkeit, einen Umweg von 20 Kilometern zu vermeiden.
Schwarzwälder-Bote, vom 28.06.2012