
Das Ergebnis ist bitter. Bereits zum zweiten Mal in zwei Wochen erleben wir ein Desaster. Die Menschen wollen nicht mehr hören, dass wir das Schlimmste verhindert haben. Die wollen sehen, dass wir Dinge wirklich verändern. Wer immer nur den Feuerlöscher spielt, wird nie zum Helden.
Personaldebatten sind das vertraute Reflex-Ritual der SPD nach Wahlniederlagen und sie haben uns selten weitergebracht, weil wir uns dann meistens nur mit uns selbst beschäftigen. Das Problem sitzt tiefer. Köpfe tauschen alleine reicht nicht. Wir brauchen Köpfe für die Debatte. Wenn dieselbe Medizin immer wieder nicht hilft, muss man die Diagnose überdenken und nicht die Schachtel wechseln.
Die SPD hat zu lange erklärt, warum es ohne uns schlimmer wäre, statt zu zeigen, wie es mit uns besser wird. Und das spüren die Menschen. Sie haben uns nicht das Vertrauen entzogen, weil sie uns nicht mögen, sondern weil sie nicht mehr glauben, dass wir liefern. Dieses Vertrauen gewinnt man nicht nur durch Personalrochaden zurück, sondern durch Ergebnisse.
Wir müssen wieder Partei der konkreten Verbesserungen werden: spürbar, mutig, nah an den Menschen. Das war der Mindestlohn. Das war die Rente. Das war das BaföG, das Kindergeld u.v.m.
Das muss wieder die SPD sein.

