Erst überraschend, jetzt mit aller Kraft

Veröffentlicht am 14.03.2011 in Presseecho

Donaueschingen/Tuttlingen. Als Fritz Buschle vor fünf Jahren in den Stuttgarter Landtag einzog, war das für den selbstständigen Vertriebsingenieur aus Mühlheim-Stetten (Kreis Tuttlingen) mehr als eine Überraschung. Erst drei Jahre zuvor hatte das SPD-Mitglied den Kreisvorsitz von Herbert Moser übernommen. Dann ging Moser als Geschäftsführer zur Landesstiftung Baden-Württemberg, trat nicht mehr zur Wahl an – und plötzlich war Buschle an der Reihe. Und kam unverhofft und völlig unerwartet zum Zuge.

"Das war trotz der langjährigen Erfahrung in der Kommunal- und Landespolitik ein ganz anderes Feld", erinnert sich der Landtagsabgeordnete und erneute Kandidat der SPD im Wahlkreis Tuttlingen-Donaueschingen an seine überraschende Wahl. Heute, so sagt er selbst, ist seine Motivation deutlich größer als damals. Aber heute, auch das sieht er realistisch, ist die Ausgangsposition seit dem veränderten Wahlmodus für ihn als SPD-Kandidaten deutlich schlechter. "Meine Chancen liegen bei 50 zu 50", sagt er trocken, ohne dabei resigniert zu wirken.

"Die SPD im Land", davon ist er überzeugt, "wird gut abschneiden." Dabei gibt er nicht viel auf Umfragen, sein Maßstab ist das Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl 2006. Die 25 Prozent gelte es zu überbieten: "Da müssen wir zulegen." Und dafür kämpft Buschle weiter, unabhängig davon, wie gut oder schlecht seine Chancen für den Wahlkampf sind.

"Die SPD steht für soziale Gerechtigkeit, gerechte Löhne, sichere Arbeitsplätze", erklärt Buschle. Das zu vertreten, sei ihm wichtiger als persönlicher Erfolg. Dafür braucht er auch keine Unterstützung aus dem Bundestag, wie er sagt. Buschle setzt auf Spitzenkandidat Nils Schmid, als "Verfechter der kommunalen Selbstverwaltung" auf den Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner oder auf Menschen aus der Arbeitswelt wie jüngst Adolf Weber oder jetzt Rudolf Luz von der IG Metall. Sie stehen für Themen, die auch Buschle bewegen: die Gestaltung attraktiver Arbeitsplätze auch für junge Familien beispielsweise.

Daneben setzt sich der SPD-Mann besonders auch für Chancengleichheit in der Bildung ein, die Unterstützung der Kommunen in ihrer Entwicklung und den weiteren Ausbau der Kleinkind- und Familienbetreuung. Gerade letztes Thema habe die SPD auf den Weg gebracht, hier sei sie stark, genauso wie in Sachen Mindestlöhne oder die Abwendung von befristeten Arbeitsplätzen.

Beim Thema öffentlicher Nahverkehr müsste es Ziel sein, so Buschle, jeder Familie das Zweitauto zu ersparen. Aber davon sei man noch weit entfernt. Überhaupt habe er, der sich auch nicht davor scheut, mal eine andere Meinung zu vertreten als seine Partei, während seiner Zeit im Landtag gemerkt, wie in der eigenen Partei regionsabhängig die Lage anders gesehen werden kann. "Die Gemeinden stehen im Wettbewerb mit den Ballungsräumen. Da ist es unsere Aufgabe, in Stuttgart auf die Situation im ländlichen Raum aufmerksam zu machen." Auf die schlechten Landesstraßen beispielsweise, in der Verkehrspolitik sei man Jahrzehnte im Rückstand.

Ob das "Verwirrspiel" seiner Partei um die Bürgerbeteiligung bei Stuttgart letztlich Stimmen gekostet habe, weiß er nicht. Erklären, sagt er, könne man das den Bürgern nicht. Für ihn wäre die klare Linie die bessere Lösung gewesen, diese Position hat er von Anfang an vertreten. Und für klare Worte steht heute immer noch.

Schwarzwälder-Bote 12.03.2011

 
 

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